Thema Afrika

Regenbogennation Südafrika: Geschürter Hass gegen Migranten

Der 30. Juni 2026 war ein denkwürdiger Tag in Südafrika. Bis zu dieser Deadline sollten alle illegalen Migrant:innen Südafrika verlassen haben, hatten die Organisatoren des für dieses Datum ausgerufenen Protesttags zuvor wochenlang und zunehmend lautstark gefordert.

Uganda vor dem Putsch des Löwen?

Es war kurz nach Mitternacht Ende Juni, als Soldaten das Gebäude der Nation Media Group in Ugandas Hauptstadt Kampala stürmten und den wichtigsten unabhängigen Fernsehkanal NTV abschalteten. Auch die älteste und größte unabhängige Tageszeitung »Daily Monitor« wurde geschlossen.

Krieg im Kongo: Trump und der gordische Knoten

Heute gelingt uns das, woran so viele andere gescheitert sind«, prahlte Donald Trump im Dezember 2025, als Kongos Präsident Felix Tshisekedi und dessen ruandischer Amtskollege Paul Kagame zur Unterzeichnung eines Friedensvertrages im Weißen Haus eintrafen.

Südsudan: Krieg im Patronagestaat

Seit nunmehr drei Jahren tobt im Sudan ein brutaler Krieg zwischen dem sudanesischen Militär SAF und der paramilitärischen Miliz RSF mit ihren rivalisierenden Anführern General Abdelfatah al Burhan und General Mohammed Hamdan Daglo; mehre Millionen Menschen wurden seither innerhalb des eigenen Landes und in Nachbarländer vertrieben, Hunderttausende getötet.

Revolution aus dem Netz: Aufstand der Gen Z in Marokko

Bis vor Kurzem war die Discord nur Gamer:innen ein Begriff. Seit die Proteste der marokkanischen „Gen Z 212“ und ihre Vorläufer in Madagaskar sowie in Nepal die Welt im Atem halten, gewinnt die Social Media-Plattform zunehmend an Aufmerksamkeit, schließlich war sie das entscheidende Erfolgsrezept für die Massenmobilisierung in diesen Ländern. Wie bereits während der Arabellion von 2010 bis 2012, die von Tunesien ausging und auch andere Länder der Region wie Ägypten und Marokko erfasste, spielen Soziale Medien heute wieder eine Schlüsselrolle für die Protestbewegung. 

Goldrausch in Ghana: Die zerstörte Kakao-Nation

Nicht erst zu Ostern dürften es deutsche Verbraucher gespürt haben: Der Preis für Kakao befindet sich derzeit auf einem Rekordhoch. Durchschnittlich ist der Preis für Schokolade gegenüber dem Vorjahr um 15 Prozent gestiegen.

»Deutsch-Südwest« unter Merz: Zurück zur Schuldabwehr?

Schon am Beginn des Ersten Weltkriegs musste Deutschland seinen „Platz an der Sonne“ räumen. Zuvor war das Kaiserreich kurzzeitig zur viertgrößten Kolonialmacht aufgestiegen, aber nun übernahmen die Kriegsgegner der Entente dessen okkupierte Territorien in Afrika und der Südsee.

Krieg im Kongo: Risiko für die ganze Welt

Es gibt kaum einen Krieg auf dieser Welt, über den so wenig berichtet wird, wie über den Konflikt in der Demokratischen Republik Kongo, dem flächenmäßig zweitgrößten Staat Afrikas. Dabei brechen die Zahlen alle Rekorde.

Mosambik: Stabilität durch Wahlbetrug?

Am 15. Januar 2025 lief in Mosambik alles auf einen Showdown zwischen zwei Männern zu: Daniel Chapo und Venâncio Mondlane. Ersterer wurde offiziell als fünfter Präsident des Landes vereidigt. Letzterer hatte sich nur sechs Tage zuvor auf der Grundlage desselben Wahlverfahrens selbst zum Präsidenten ernannt.

Eine Grüne Mauer in der Wüste?

Seit einigen Jahren nehmen auf dem afrikanischen Kontinent, vor allem in den Trockengebieten rund um den Äquator, die Konflikte in erschreckendem Tempo zu. Angeheizt werden sie vor allem durch die Klimakrise: Lebenswichtige Rohstoffe wie Wasser, fruchtbare Ackerflächen und Weideland werden immer knapper, der Kampf darum härter.

Besser als ihr Ruf: Die europäische Afrikapolitik

Schon unter Angela Merkel hat der afrikanische Kontinent in der deutschen Bundesregierung große politische Aufmerksamkeit erfahren. Die Ampelregierung setzt diesen Kurs fort: Seit seinem Amtsantritt reiste Bundeskanzler Olaf Scholz jedes Jahr nach Afrika.

Aus neu mach alt: Südafrikas erste Vielparteienregierung

Es ist eine Premiere für Südafrika: Seit dem 3. Juli verfügt das Land über ein neues Regierungsbündnis, die Regierung der nationalen Einheit „GNU“. Das Kürzel steht für „Government of National Unity“ – hinter diesem verbirgt sich eine Koalition aus elf Parteien, angeführt von dem bisher allein regierenden ANC