Multimedia - Von der Telematik zur elektronischen Medien-Integration
1. Multimedia auf digitalen Autobahnen
1. Multimedia auf digitalen Autobahnen
Luftaufnahmen von Köln, dann der Dom, der Hauptbahnhof mit der Rheinbrücke. Ein Zug fährt ein, ein junger Mann steigt aus. Kameraschwenk von seinen Schuhen hoch, ein schönes altes GründerzeitStadthaus wird sichtbar: Ecke Schillerallee - Hölderlinstraße. Chris kommt von der Bundeswehr zurück, seine Eltern haben hier eine Bäckerei.
Zwei professionelle Killer verrichten ihr Handwerk mit Humor und flotten (Bibel)Sprüchen; ein Boxer ist mit Geld und Freundin auf der Flucht, weil er einen Deal nicht eingehalten und seinen Gegner besiegt und getötet hat; ein dicker schwarzer Gangster streitet sich mit seiner Geliebten; schließlich - damit beginnt und endet der Film - versuchen zwei junge Amateure in Bonnie-undC
Schon lange ist bekannt, daß man auf der Compact-disc (CD) nicht nur Töne speichern kann. Erst seit kurzem wird die CD in ähnlichem Ausmaß als Speichermedium für Bilder und andere Daten benutzt.
Die Kids sind im Kommen im Hollywoodfilm, und vielleicht ist das ja ein Schritt hin zu einem neuen Realismus, denn wenn seine Helden schon das geistige Reflexionsniveau und die Bedürfnisstrukturen von Kindern haben, dann ist es vielleicht glaubwürdiger, die Elfjährigen selber ran zu lassen.
In Italien hat ein politischer Umbruch stattgefunden, der mit denen in den osteuropäischen Ländern vergleichbar ist. Eine ganze politische Klasse mußte abtreten, Parteien, die über Jahrzehnte hinweg in einer Art Multi-Einparteiensystem die Macht innehatten, sind von der Bildfläche verschwunden.
6. Juni 1994: D-Day-Feiern in der Normandie zur Erinnerung an die alliierte Landung vor 50 Jahren, den Beginn der Befreiung Europas mit der Invasion gegen das Nazireich. Zwei Tage später demonstrieren Bundeskanzler Kohl und der französische Staatsschef Mitterrand in Heidelberg auf einem Treffen mit Jugendlichen die "Freundschaft zwischen unseren Völkern".
Die Verantwortung von Wissenschaftlern für die gesellschaftlichpolitischen Folgen ihrer Tätigkeit war ein klassisches Thema der Literatur der 60er Jahre.
Seit Wochen schleicht er mitleidserregend durch die Lindenstraße, der idealistische Lehrer mit der Sammelbüchse für die bosnischen Flüchtlingsfrauen.
Johannes Heesters durfte seinen 90. Geburtstag mit einer Gala im öffentlich-rechtlichen Fernsehen feiern (am 5.12.1993 um 20.15 Uhr). Aber das ZDF hat damit nicht gegen seinen Programmauftrag verstoßen: Frohsinn zu verbreiten in diesen apokalyptischen Zeiten, gehört auch dazu.
Die neue Familienserie der ARD, von Radio Bremen fürs Vorabendprogramm produziert, scheint den Machern des Ersten sehr am Herzen zu liegen. Das Ergebnis ist die perfekt austarierte Mischung derzeit gängiger Einschaltquotenrenner: Zehnminuten-Alltagsprobleme im Ambiente strahlend-sorgenvoller Eltern und aufsässig-angepaßter Kids.
Jane Campions preisgekrönter Film Das Piano erzählt die Geschichte einer Frau, die an einen Farmer nach Neuseeland verheiratet wird, den sie nie vorher gesehen hat. Ihren wichtigsten Besitz, ein Klavier, hat sie aus England mitgebracht, aber das will der Mann gar nicht erst bis zum Wohnhaus schleppen lassen.
Geschichte schreiben ist eine Art, sich das Vergangene vom Halse zu schaffen. (Johann Wolfgang Goethe, Maximen und Reflexionen.)
Der "Appel a la vigilance" antwortet auf sich in jüngster Zeit häufende irritierende Nachrichten, die auf eine zunehmende Konfusion im intellektuellen Leben Frankreichs hindeuten.
"Die Stärke eines Staates ergibt sich aus seiner Wahrhaftigkeit. Nicht das Versagen einer Behörde, nicht der übereilte Rücktritt eines Ministers stürzen den Staat in eine Krise, sondern zuvörderst die Ungewißheit, ob die Wahrheit an den Tag kommt."
Georg Paul Hefty, FAZ, 7.7.1993
Die Fernsehzeitschrift Bild + Funk übte sich in Ausgewogenheit: "Wie schön, daß es noch möglich ist, solche Filme zu drehen", durfte sich der eine Kritiker freuen und Die zweite Heimat "ein Meisterwerk" nennen.
Was ist in Deutschland geschehen seit 1989? Vereinigung, Wiedervereinigung, Einheit, neue Identitätsstiftung? Nun denn: - Staatspolitisch ist aus der DDR ein Beitrittsgebiet der BRD geworden.
Friedhelm Motzki führt den Hund Bismarck Gassi, und eine Radfahrerin verheddert sich in der zu langen Leine, ökologische Äpfel rollen aufs Pflaster.
Im fundamentalen Unterschied zum übrigen Osteuropa bedeutete das Ende der kommunistischen Herrschaft für Jugoslawien nicht die Stunde der Innenpolitik, der Auseinandersetzung um das politische System, um die Wirtschafts- und Sozialpolitik, um die Kultur und das Schulwesen. Statt dessen strebte jedes Volk auf dem Territorium Jugoslawiens nach der Bildung eines eigenen Nationalstaates.
Irgendwann - hoffentlich noch 1993 wird der Krieg auf dem Balkan durch eine politische Lösung zu Ende gehen, und er wird keines der Probleme dieser Region gelöst haben.
"Mein ist die Rache, spricht der Herr." Mit der Unantastbarkeit dieses Monopols für die nur dem Gesetz unterworfenen Organe der rechtsprechenden Gewalt steht und fällt die Rechtskultur, mit der steht und fällt, was zu den Minima Moralia der westeuropäischen Zivilisation gehört.
Ein Provinztheater ist an und für sich etwas Trauriges. Mit den großen Bühnen, die per Fernsehen ins Haus geliefert werden, kann es nicht konkurrieren, finanziell nicht und künstlerisch nicht. Hohe Kultur unter Menschen zu bringen, die aber, wenn überhaupt, nur die Spitzenleistungen konsumieren, ist ein frustrierendes Geschäft.