Thema Wirtschaft
Deutschlands Vereinigung bedarf keiner Begründung
Muß man eine Rettungsaktion begründen? Als die kommunistische "Titanic" ihren Eisberg rammte (erfahrene Navigatoren hatten dieses Ende lange vorausgesagt), war klar, daß die zur Unfallstelle geeilten Retter nur einen Bruchteil der in Seenot geratenen Passagiere an Bord nehmen und in Sicherheit würden bringen können.
Deutschland - ein Standort?
Deutschland neu begründen: Nicht nötig. Die Begründung liegt in Deutschland selbst. Äußeres Kennzeichen: Solidarität. Am 25. März gab der Bundeskanzler im Bundestag eine Erklärung zum Solidarpakt ab. Lassen wir beiseite, daß der Begriff meint, was man früher Haushaltssicherungsgesetz nannte. Es geht hier um die deutsche Befindlichkeit.
Deutschland in Europa begründen
In Heft 2/1993 veröffentlichten wir ein "Blätter"-Gespräch mit Jens Reich und Friedrich Schorlemmer.
Großbritannien: Major in der Maastricht-Klemme
Ebenso reichhaltig wie originell bestückt präsentierte sich der Gabentisch im Hause Major, als der britische Premier vor kurzem seinen 50.
Italien: Revolution ohne Revolutionäre
Was passiert in Italien? Steuert das "belpaese" direkt ins Chaos? Ist die fünftgrößte Industrienation der Welt noch zu retten? Haben Korruption, Mafia und Schlendrian die Apenninhalbinsel schon so infiziert, daß der Ruin nur noch eine Frage der Zeit ist?
Die außenwirtschaftliche Situation Deutschlands
Die aktuelle Wirtschaftslage in Deutschland (auch in Westdeutschland) und die konjunkturellen Perspektiven sind inzwischen in vielen Punkten ungünstiger als in den meisten westeuropäischen Nachbarländern und in anderen großen Industriestaaten.
Die Illusion des Umweltmarktes Osteuropa
Der Umweltschutz hat eine seltsame Karriere. Kam der Begriff im Duden von 1967 noch nicht vor, so wird Umweltschutz heute von vielen Unternehmern zum Hoffnungsträger der von Struktur- und Konjunkturkrisen geschüttelten Exportwirtschaft hochstilisiert.
Gut gerüstet für den Frieden?
Was über Jahrzehnte hinweg nicht erreichbar war, scheint nun nahezu im Spaziergang möglich zu werden: einschneidende Abrüstung zwischen den (früheren) Supermächten. Am 3. Januar 1993 unterschrieben US-Präsident Bush und der russische Präsident Jelzin in Moskau den START II-Vertrag.
Abschied von der Arbeitsmarktpolitik?
Angesichts der dramatischen Beschäftigungssituation im Osten Deutschlands sollte nicht übersehen werden: Die Arbeitsmarktpolitik hat im Transformationsprozeß der ostdeutschen Länder bisher Beachtliches geleistet, um die schlimmsten sozialen Verwerfungen und den völligen Zusammenbruch des Arbeitsmarktes zu verhindern.
Direktinvestitionen in Osteuropa
In den Reformländern Osteuropas und der ehemaligen Sowjetunion wurden und werden große Hoffnungen auf ausländische Direktinvestitionen gesetzt. Diese sollen nicht nur bei der Kapitalbildung helfen und die Zahlungsbilanz entlasten, sondern ebenso westliches Management Know how und Technologien bringen.
Probleme ökologischer Produktbilanzen
In den letzten Jahren ist das Interesse an einer ökologischen Produkt- oder Materialbilanzierung sprunghaft angestiegen. Dies ist ein Ausdruck für die Erkenntnis, daß die herkömmlichen Bilanzen weder auf betriebs- noch auf volkswirtschaftlicher Ebene den Faktor Umwelt angemessen berücksichtigen.
Am Ende der Autokonjunktur
1. Krise, Crash oder Rückfall in die Normalität? Autokonjunktur im Abschwung
Investitionen für die Einheit
"Immer noch muß viel getan werden, wenn wir eine Zukunft mit einer sauberen Umwelt, mit sicheren Straßen in den Städten, einer hohen Mobilität sowie Chancengleichheit auch für sozial benachteiligte Bevölkerungskreise anstreben und wir darüberhinaus gut gewappnet sein wollen, um im internationalen Wettbewerb zu bestehen...
Deutschland was nun?
Ein Kind erhält unverhofft ein lang ersehntes Geschenk. Eigentlich war dieses Geschenk nur vage versprochen worden, und zwar als Lohn großer Anstrengung. Voller Freude läßt das Kind die gerade begonnenen dringlichen Hausaufgaben liegen und nimmt das neue Spielzeug.
Solidarität statt Solidarpakt.
Selbst George Orwell würde sich wohl verwundert die Augen reiben: Die von dem britischen Schriftsteller meisterhaft beschriebenen Manipulationen der Sprache für politische Zwecke sind in der Bonner Regierungszentrale offenbar Pflichtlektüre.
Alles Müll - oder was?
Daß Müll in der Bundesrepublik ein Problem ist, ist durch viele Schlagzeilen der letzten Monate immer wieder deutlich geworden.
Das Spiel am föderalen Abgrund
"...ich bin glücklich darüber, daß wir jetzt diese Probleme haben, denn wir haben die Einheit." (Helmut Kohl)
Im Westen Neues
Die meisten Kommentatoren des Sieges von Bill Clinton bei den amerikanischen Präsidentschaftswahlen im November letzten Jahres haben darauf hingewiesen, daß es wohl in erster Linie um eine Abwahl Bushs gegangen sei und daß praktisch jeder, der die Nominierung als demokratischer Gegenkandidat erkämpft hätte, anschließend auch als Sieger aus der Wahl hervorgegange
Ungarn - mit dem Blick von 1993
Eine wissenschaftliche Analyse der Wandlungsprozesse in den ehemals realsozialistischen Ländern wird oft dadurch erschwert, daß damalige Sichten als Kombattant in den politischen Auseinandersetzungen auf die Untersuchung übertragen, alte Denkschemata und Mythen durch neue ersetzt bzw.
Absturz West statt Aufschwung Ost?
Die von den Spitzenunternehmen der deutschen Wirtschaft herausgegebenen Verlustlisten werden fast täglich länger: Belegschaftsabbau ist Trumpf.
Lateinamerika im Clinton-Schock
Der Sieg Bill Clintons, den der künftige Präsident nicht zuletzt den h i s p a n i c s, also den in den USA lebenden Lateinamerikanern zu verdanken hat, ist in Mittel- und Südamerika mit sehr gemischten Gefühlen und selbstverständlich mit besonderem Interesse aufgenommen worden.
Stunde Null - Ausländer verlassen Düsseldorf
Mit "Stunde Null" ist der Zustand bezeichnet, der zumindest für Teile unserer Gesellschaft der erstrebenswerte zu sein scheint: ein Deutschland ohne "Ausländer". Die Ausländerfeindschaft wird geschürt von irrationalen Ängsten und verbreiteter Unkenntnis oder Fehlinformation über den Beitrag, den die sog.
Zum Stand der Staatsverschuldung
Der Zustand der öffentlichen Finanzen ist inzwischen durch eine Vielzahl von Sonderhaushalten, Spezialfonds und finanzpolitischen Verschiebebahnhöfen derart vernebelt worden, daß schon allein deshalb öffentliches Verständnis für Steuererhöhungen/Ausgabenkürzungen kaum zu erwarten ist.
Die Wirtschaftslage in Ostdeutschland
Folgt man den jüngsten Wirtschaftsprognosen für Ostdeutschland, so ist nunmehr 1993 damit zu rechnen, daß die positiven Wirkungen der zunehmenden Investitionstätigkeit die rezessiven Wirkungen der Kapazitätsvernichtung übersteigen und ein deutliches Wirtschaftswachstum auslösen werden.