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Wenn die glaubensschwachen Europäer begreifen wollen, was die Amerikaner zur Zeit tun, dann müssen sie sich notgedrungen mit Theologie befassen.
Wenn die glaubensschwachen Europäer begreifen wollen, was die Amerikaner zur Zeit tun, dann müssen sie sich notgedrungen mit Theologie befassen.
Ginge es nur um Fakten, so könnte man das Urteil des Zweiten Senats des Bundesverfassungsgerichts vom 18. Dezember 2002 getrost zu den Akten legen.
Wenn Wünsche stärker sind als die Realität, kann das in der Politik verheerende Folgen haben. Wünsche dieser Art bestimmen seit dem 11. September 2001, noch einmal gesteigert seit dem Besuch des US-Präsidenten in Moskau am 30. Mai diesen Jahres, die Berichterstattung über Wladimir Putins Westöffnung.
Der Pulverdampf der jüngsten Attacke auf die 68er scheint verflogen. Aber wie bei anderen beliebten Angriffszielen gilt auch hier, dass ein Verzicht auf eine neue Gelegenheit, sich im Licht der Medien auf diesem Kampfplatz auszuzeichnen, kaum erwartet werden darf.
Alle tun es: Der Papst für die Inquisition und für die Kreuzzüge, Bill Clinton (im Namen des "Westens"!) für die Sklaverei, der Bundespräsident in Griechenland für die dort von Deutschen begangenen NS-Verbrechen, der Außenminister für die Prügel, die er einem Ordnungshüter verabreicht hat (in seiner, des Außenministers, zur&
Auf der Berliner Großkundgebung "für Menschlichkeit und Toleranz" und gegen Rechtsextremismus am 9. November 2000, an der sich alle im Bundestag vertretenen Parteien beteiligten, vermochte die vielbeschworene "Gemeinsamkeit der Demokraten" nicht zu überzeugen.
Ein bisschen geistliche Rüste hätte Friedrich Merz ohne Zweifel gut getan. Dieser Tage kann der Unions-Fraktionschef indes nicht einmal unter katholischen Dächern ein Heimspiel erwarten.
1. Sloterdijk - nur ein "harmloser Bioethiker"?
Peter Sloterdijks Elmauer Rede („Die Zeit“, 16. September 1999) hat in der deutschen Öffentlichkeit eine heftige Kontroverse hervorgerufen. Unter der Überschrift „Regeln für den Menschenpark“ entwickelte dieser Vortrag neben anderem auch die These, daß der Humanismus als Aufklärungs-und Erziehungsprogramm des Menschen versagt hat.
Der wirklich heiße Sommer 1999 hat es noch deutlicher gemacht: In für ernsthaft denkende Menschen fast unerträglicher Weise werden in der SPD substantielle inhaltliche Fragen auf eine personenzentrierte Ebene verschoben.
General Naumann, der jüngst verabschiedete Vorsitzende des NATO-Militärausschusses, hatte schon immer die Nase vom. Ende 1991, damals als Generalinspekteur der Bundeswehr, zeichnete er in seinem Strategie-Papier den künftigen Weg der Bundeswehr zu Out-of-Area-Einsätzen und Krisenreaktionskräften vor.
In einem der ersten der mittlerweile unzähligen Bildbände über die 50er Jahre wurde ein eher abseitig erscheinender Einstieg gewählt, der dennoch ins Zentrum westdeutscher Mentalität in der Zeit des Wiederaufbaus führt.
Die Auseinandersetzung um die Bundeswehr und ihre Stellung in der Gesellschaft reißt nicht ab. Im Brennpunkt steht immer wieder das Verhältnis zur Wehrmacht und damit zu den Lehren aus 1945, zu den Konflikten zwischen Bruch, Neubegründung und Kontinuitätsverlangen im Selbstverständnis der Republik.
Die Kongreßwahlen im November haben es bestätigt: Der triumphale Gipfelsturm der Republikanischen Partei, der mit Richard Nixons southern strategy zur Abwerbung konservativer weißer Demokraten im Süden begann und von Ronald Reagans parteiwechselnden "zornigen Demokraten" wie von Newt Gingrichs "verärgerten" weißen Männer we
Der Schock sitzt tief. 50% der Wähler haben nicht nur die Union abgewählt, sondern auch einer neuen gesellschaftlichen Mehrheit zu Macht verholfen. Und diese Mehrheit setzt auf staatliche Umverteilung, Interventionspolitik und Abkehr von Deregulierung und Globalisierung. Es ist eine Jospin-Mehrheit, keine Blair-Mehrheit.
Die Union sacrée 1) ist kaum noch in Mode bei den Intellektuellen, diesen verflixten Individualisten.
Aus New York kommend hat das Konzept der "zero tolerance" in diesem Herbst auch die intellektuelle Szene Frankreichs erreicht. (Zu dieser vgl.
Ein solches Desaster hat in der Parlamentsgeschichte Nachkriegsdeutschlands noch kein anderer Parteichef angerichtet. Nach 16 Jahren Kanzlerschaft Kohl ist die Union bei Parlamentswahlen in den Bundesländern um zehn Prozentpunkte abgestürzt.
Geschichtsbilder sind die zeitliche Seite von Gesellschaftsbildern und Gesellschaftsbilder die soziale Seite von Geschichtsbildern. Unter Geschichtsbildern verstehe ich Grundannahmen über Verlauf und Gesetzmäßigkeit der Geschichte.
Daß die deutsche Misere zumeist eine Misere deutscher Opposition war und ist, gehört zu jenen Kontinuitäten, an die im Jahre des Gedenkens an 1848 und an 1968 kritisch-selbstkritische Öffentlichkeit zu erinnern hat.
Marie-Therese Geffroy wird von ihren Parteifreunden gemobbt. Sie hat getan, was die Führungsspitzen der bürgerlichen Rechten Frankreichs, darunter der Präsident selbst, ihren konservativen Parteikollegen angeraten hatten: Sie stimmte im Rat der Region Rhne-Alpes nicht mit dem Front National (FN).
Weit mehr Beachtung als in vorhergehenden Jahren fand 1998 - nach einer Reihe rechtsextremistisch motivierter Vorfälle in der Bundeswehr sowie dem sog. Roeder/Rühe-Skandal - der am 3. März 1998 vorgelegte Jahresbericht der Wehrbeauftragten des Deutschen Bundestages Claire Marienfeld.
Mit ihrem Sieg bei den indischen Parlamentswahlen hat die hindunationalistische Bharatiya Janata Party (BJP) den vorläufigen Höhepunkt ihres erstaunlichen Aufstieges zur stärksten politischen Kraft erreicht.
Zur Eröffnung der Ausstellung "Aufstand des Gewissens. Militärischer Widerstand gegen Hitler und das NS-Regime 1933-1945" in Frankfurt a.M. sprach am 25. Januar 1998 in der Paulskirche Klaus von Dohnanyi, ein Sohn des 1945 hingerichteten Widerstandskämpfers Hans von Dohnanyi und langjähriger Erster Bürgermeister Hamburgs.
1846 erhoben sich die Polen in Krakau, 1847 kam es in vielen deutschen und belgischen Städten zu Hungerunruhen, in Italien und der Schweiz traten bürgerliche Kräfte mit ihren Forderungen an die Öffentlichkeit.