Lebensstandardbemessung
Das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) versteht sich neben der Weltbank und oft in Konkurrenz zu dieser - als eine Leitinstitution der internationalen Entwicklungspolitik.
Das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) versteht sich neben der Weltbank und oft in Konkurrenz zu dieser - als eine Leitinstitution der internationalen Entwicklungspolitik.
"Mit Blick auf die Weltwirtschaft insgesamt und aus gesellschaftlicher Sicht beunruhigt mich das, was in Mexiko passiert, viel mehr als der Zusammenbruch einer britischen Investmentbank. In Mexiko wird ein ganzes Land in seiner ökonomischen Entwicklung von den Finanzmärkten zurückgeworfen.
Edward Luttwak hat in seinem Buch mit dem bellizistischen Titel "Weltwirtschaftskrieg" 1) zu Recht darauf verwiesen, daß wir es heute nicht mehr mit der Nationalökonomie des 19. und frühen 20. Jhs., sondern mit der modernen "Geoökonomie" zu tun haben.
"Die Sozialpolitiker in den Parteien müssen endlich mal auf den Boden der Realität gebracht werden", dekretiert der neue BDI-Präsident Hans-Olaf Henkel. "Man muß ihnen sagen, daß die Marktwirtschaft an sich moralisch ist..." ("Frankfurter Allgemeine Zeitung", 13.1.1995).
Marktradikale Wirtschaftstheorien behaupten, daß der Wettbewerb selbständiger Unternehmen zu größtmöglicher wirtschaftlicher Dynamik, zur Lenkung von Geld, Arbeitskräften und Produktionsmitteln in die effizientesten Verwendungen und zur bestmöglichen Versorgung der Menschen mit Gütern und Dienstleistungen führe.
Die Textilbranche fertigt unsere Kleidung mit Hilfe einer unüberschaubaren Zahl von Chemikalien an. Diese erzeugen offenbar ein breites Belastungsspektrum, das in der Produktion einsetzt und auch den Verbraucher gefährdet. Doch ist das Wissen um die Auswirkungen dieser Stoffe im einzelnen gering.
Obwohl beinahe alle in Ost und West darin übereinkommen, Georg Luk cs wie einen toten Hund zu behandeln, taugt der sozialistische Intellektuelle doch nach wie vor für Emotionen und Polarisierungen. Der hysterische Unterton der öffentlichen Ablehnung belegt die weitreichende Wirkung von Luk cs' Leben und Werk.
Daß die liberalkonservative Koalition am 16. Oktober die Macht in Bonn, wenn auch überraschend knapp, behaupten konnte, wird von Wahlanalytikern in erster Linie auf den konjunkturellen Aufschwung zurückgeführt.
An erster Stelle druckten alle wichtigen Zeitungen Chinas Deng Xia Pings besorgte Kabinettsrede, daß die Reformen zur ernsthaften Gefahr für die soziale Stabilität werden könnten.
Dies wird für das politische und ökonomische Denken über Jahrzehnte eine einzigartige Herausforderung bleiben: Innerhalb von drei bis vier Jahren ist mitten in Europa und mitten im Frieden eine große Industrieregion fast verschwunden; das industrielle Potential wurde um zwei Drittel, das industrielle Forschungspotential gar um vier Fünftel reduziert.
Als das wichtigste Kennzeichen des gegenwärtigen Kapitalismus gilt vielfach das hohe Niveau und die anhaltende Dynamik seiner Internationalisierung. Seit Beginn der 50er Jahre wächst der internationale Handel schneller als die Weltproduktion; er umfaßt mehr und mehr auch den Dienstleistungssektor.
In den 80er Jahren waren die Soziologie und die Sozialphilosophie im öffentlichen Bewußtsein abgemeldet.
In Deutschland ist seit Beginn der 90er Jahre wieder über eine Zunahme des Ausmaßes von Armut die Rede, einer Armut, die sich vorwiegend in städtischen Räumen konzentriert und die gleichzeitig das Gegenbild zu einer zunehmenden Anhäufung von Reichtum und Wohlstand in anderen Teilgebieten der gleichen Stadt darstellt.
Wirtschaft ist zu 80% Psychologie, die ist zu 80% Meinungsumfrage vom Typ Noelle-Neumann, davon sind 80% Seelenmassage und Suggestivkraft, und die beruht wiederum zu 80% auf gefälligen Daten, die auf alle möglichen Weisen interpretiert werden, nur nicht nach den harten Regeln der ökonomischen Wissenschaft.
Die Standortdebatte wird von Seiten der Unternehmerverbände und der Bundesregierung mit Behauptungen über international zu hohe Lohnkosten, zu hohe Staatsschulden und eine überdurchschnittliche Belastung der Unternehmen mit Steuern, Sozialleistungen, arbeitsrechtlichen Regelungen und Umweltvorschriften geführt.
Auf Initiative des Frankfurter Oswald von Nell-Breuning-Instituts für Wirtschafts- und Gesellschaftsethik haben über 120 Sozialwissenschaftlerinnen und Sozialwissenschaftler aus unterschiedlichen Disziplinen eine gemeinsame Erklärung vorgelegt, die in Opposition zu den diversen "Standortpapieren" von Bundesregierung und Arbeitgeberverbänden zu einem "neuen
Das "Modell Deutschland" ist am Ende. Trotz Neuer Munterkeit werden es auch seine Erfinder Schmidt und Schiller so leicht nicht wiederbeleben können. Und das ist gut so. Das Modell lebte immer auf Kosten anderer.
In seinem ebenso aufsehenerregenden wie umstrittenen Aufsatz "The Clash of Civilizations" prognostiziert der amerikanische Politikwissenschaftler Samuel P.
Die Talsohle sei durchschritten und von nun an ginge es aufwärts, verkündete Bundeswirtschaftsminister Rexrodt Mitte Januar 1994. Die Experten seines Ministeriums hätten präzise und wohl abwägend berechnet, daß im Laufe dieses Jahres das Sozialprodukt wieder um 1,5% wachsen werde.
"und Zaubrer wachsen aus den Bodenlöchern, im Dunkeln schräg, die ein Gestirn beschwören"
(Georg Heym)
Den Vorstoß der Volkswagenwerke zur Einführung der Vier-Tage-Woche haben wir zum Anlaß genommen, Rudolf Hickel und Meinhard Miegel zu einem Streitgespräch über die Paradoxien der gegenwärtigen Standortdebatte einzuladen. Professor Hickel, Wirtschaftswissenschaftler an der Universität Bremen, ist u.a.
Wer auf der Suche nach einem Feind der katholischen Kirche ausgerechnet auf den Papst kommen würde, erntete jene gleichermaßen Unverständnis und mildes Verzeihen zum Ausdruck bringenden Blicke, mit denen Gutmeinende offenbar geistig Verwirrten gegenübertreten.
Exotische Gegenwelten: die Lifestyle-Ästhetik moderner Kaufanreize
In diesem Herbst wird der Deutsche Bundestag über die "Macht der Banken" diskutieren. Gegenstand seiner Anhörung wird der SPD-Antrag "Gegen wachsende Macht der Banken und Versicherungen und für mehr Wettbewerb bei Finanzdienstleistungen" sein. Macht im Finanzgewerbe besitzen aber vornehmlich die Großbanken.