Grünanlagen
Jedes Jahr strömen in den USA über eine halbe Billion US-Dollar in mehr oder weniger "ethische" Geldanlagen. Derweil tröpfelt in der Bundesrepublik ein moralines Ethik-Rinnsal weitgehend unbeachtet vor sich hin.
Jedes Jahr strömen in den USA über eine halbe Billion US-Dollar in mehr oder weniger "ethische" Geldanlagen. Derweil tröpfelt in der Bundesrepublik ein moralines Ethik-Rinnsal weitgehend unbeachtet vor sich hin.
Die neue Studie des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie hat kontroverse Debatten angestoßen. Einer Qualifizierung und Popularisierung der oft noch arg formelhaften Konzepte für den "ökologisch-sozialen Umbau" kann dies nur förderlich sein.
Der ADAC, Deutschlands größter Einzelverband und zweitgrößter Automobilclub der Welt (nach dem US-amerikanischen), führt nun schon anderthalb Jahre, seit Sommer 1994 - den Startschuß hatte man bewußt kurz vor der Bundestagswahl gegeben - eine Kampagne zur Reinwaschung des Automobils von seinen Umweltsünden durch.
Im Auftrag des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und der katholischen Organisation für Entwicklungszusammenarbeit MISEREOR hat das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie eine Studie erarbeitet, die bereits vor der für Januar 1996 angekündigten Veröffentlichung für Aufsehen und Debatten sorgt.
Schon vor ihrer eigentlichen Veröffentlichung wird einer Publikation aus dem Wuppertal-Institut für Klima, Umwelt, Energie im Wissenschaftszentrum Nordrhein-Westfalen derzeit eine beträchtliche Aufmerksamkeit zuteil.
Die reichen Länder mögen wirtschaftliche Entwicklung als Ursache von Umweltzerstörung ansehen, aber für uns ist sie absolut notwendig, um unsere Lebensumwelt zu verbessern. Wie können wir mit denen, die in Dörfern und Slums leben, über die Reinhaltung von Ozeanen, Flüssen und Luft reden, wenn ihre eigenen Wohnstätten von Grund auf verunreinigt sind?
1. Partei der neuen, postmaterialistischen Linken *)
Beim Thema "Ökosteuer" ist dem SPD-Vorsitzenden der eigene Urlaub nicht länger heilig und er greift per Telefon in die Debatte ein.
Die Folgekonferenz von Rio in Berlin hat bestätigt, daß von Absprachen zwischen den Staaten keine schnellen und tiefgreifenden Maßnahmen zum Schutz der Erdatmosphäre erwartet werden können.
Der Sünder ist erkannt, gestellt und bestraft worden. Der britisch-niederländische Shell-Konzem hat dem Druck aus Politik und Wirtschaft nachgeben müssen und, der Strömung zeitgeistiger Opportunität gehorchend, mehr verständnislos staunend als von der eigenen Sündhaftigkeit überzeugt die Hände gehoben und Besserung gelobt.
Schlecht konnte einem werden. "Sieg!" brüllten fast geschlossen die Titelseiten der schwarzweißroten Groschenpresse. Das ganz andere und ohnehin über jeden Verdacht erhabene "Sonntagsblatt", inzwischen zu "DS" abgespeckt, verkündete, wer denn da gewonnen hatte: "Ein einig Volk von Umweltschützern".
Eine jüngst veröffentlichte Studie, die im Auftrag des Büros für Technikfolgen-Abschätzung des Deutschen Bundestages (TAB) veröffentlicht wurde, gibt erstmals einen Überblick über die Grundwasserbelastungen, die der Verkehr verursacht. Die Analyse ermöglicht nun den Vergleich von Straßen-, Flug-, Schienen- und Binnenschiffsverkehr.
Im Zuge der Bewußtwerdung der Umweltkrise ist ein neues Gebiet der Volkswirtschaftslehre entstanden: die Umweltökonomie. In den letzten Jahren kristallisierte sie sich zunehmend als eigenständige wissenschaftliche Disziplin heraus.
"Mit Blick auf das nächste Jahrhundert ist die Kommission überzeugt, daß dauerhafte Entwicklung, wenn nicht das Überleben selbst, bedeutende Fortschritte in der Verwaltung der Meere erfordert.
"Autofahren gefährdet Umwelt und Gesundheit." - Dieser Hinweis des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) könnte demnächst die Anzeigen der Automobilindustrie zieren. Voraussetzung hierfür wäre allerdings, daß der VCD-Entwurf eines Pkw-Werbegesetzes die Zustimmung der Bundesregierung erhielte.
Über die ökologische Steuerreform reden "Insider" mittlerweile schon über zehn Jahre. Nachdem die Idee vor allem durch Arbeiten von Hans Christoph Binswanger, Heinz Frisch und Hans Nutzinger Anfang der 80er Jahre geprägt wurde 1), vertreten in den letzten Jahren eine zunehmende Zahl von Wissenschaftlern und Politikern Konzepte, die sich unter diesem Schlagwor
Anthropogene Klimaänderungen gehören zu den größten Bedrohungen der Menschheit.
Die Textilbranche fertigt unsere Kleidung mit Hilfe einer unüberschaubaren Zahl von Chemikalien an. Diese erzeugen offenbar ein breites Belastungsspektrum, das in der Produktion einsetzt und auch den Verbraucher gefährdet. Doch ist das Wissen um die Auswirkungen dieser Stoffe im einzelnen gering.
Im Juli 1994 ist - zum fünften Mal - eine Ausgabe der "Daten zur Umwelt" des Umweltbundesamtes erschienen 1) - ein beeindruckendes Kompendium von mittlerweile 688 DIN A4-Seiten mit einer auf den ersten Blick erschlagenden Fülle von Daten, Schaubildern, Karten und Informationen.
Die jüngsten Auseinandersetzungen zum "Ozon-Sommersmog" und zum Dauerbrenner Tempolimit haben den Streit um den Verkehr erneut ins Blickfeld einer größeren Öffentlichkeit gerückt.
Will man die umweltpolitische Leistungsbilanz der letzten Regierung Kohl erstellen, so bieten sich zur Bewertung der vorgefundenen Leistungen grundsätzlich zwei Maßstäbe an: - das Wahlprogramm der CDU von 1990 oder - die ökologischen Notwendigkeiten.
Jährlich gelangen über 400 000 Tonnen Stickstoff aus der Luft in die Nordsee. Die Ursache: vor allem die Landwirtschaft. Gülle, die in der Tierhaltung anfällt und als unliebsamer Abfall auf die Felder gekippt wird, bildet dort Gase, unter anderem die Stickstoffverbindung Ammoniak.
"Das Geschäft mit den Genen wird immer interessanter - auch für die deutsche Pharma- und Chemieindustrie. Nach einer Studie der Brüsseler SAGB Senior Advisory Group Biotechnology lag das Weltmarktvolumen 1991 bei rund 10 Mrd. DM. Bis zum Jahr 2000 wird es auf 170 Mrd. DM anwachsen", hieß es Anfang Juni in einem Artikel der "Wirtschaftswoche" 1).
Im August 1990 wurde per Erlaß des Bundesumweltministers ein Rat von Sachverständigen beim Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit eingesetzt, der den seit 1971 beim Innenministerium angesiedelten Rat ablöste.
Es wird immer mehr Biokompost erzeugt. Doch nur wenige können sich so richtig darüber freuen. Die Landwirte, die den Kompost als Düngemittel auf ihre Felder aufbringen könnten, befürchten hohe Schwermetallgehalte.